Behandlungsspektrum

Bruststraffung Köln

Meist hinterlässt die Schwagerschaft und Stillperiode an der Brust unerwünschte Folgen. Altersbedingt oder nach Schwangerschaften schwindet die Drüse und die Brust hängt in dem oft auch durch die Stillperiode gedehnten Hautmantel durch. Sport kann nur den Brustmuskel kräftigen. Da dieser aber unter der Brust liegt, übt er auf das Aussehen der Brust keinen (!) Einfluss aus. Die Brustform ist nur abhängig von der Drüse und der Haut. 

Behandlungsvoraussetzungen

Wir unterscheiden bei der Brusterschlaffung folgende Behandlungsvoraussetzungen, aus denen sich die Behandlungsmöglichkeiten ableiten lassen:

  • Volumen ist ausreichend, aber Haut ist leicht erschlafft: Straffung der Haut mit Narbe um den Warzenhof
  • Volumen ist ausreichend, aber Haut ist stärker erschlafft: Straffung der Haut mit zusätzlicher senkrechter Narbe
  • Volumen ist ausreichend, aber Haut ist ganz stark erschlafft, die Brustwarzen sind sehr weit abgesunken: Straffung mit zusätzlicher querer Narbe unter der Brust
  • Volumen mangelt, Brust ist aber nur wenig oder nicht erschlafft: narbenfreier Aufbau mit Eigenfett oder Brustvergrößerung über die Achselhöhle mit Implantat. Alternativ Implantat über die Brustwarze.
  • Volumen mangelt, Brust ist aber mittelgradig bis stark erschlafft: Straffungsoperation (s.O) kombiniert mit Implantat oder Eigenfett
  • Allgemein gilt: je größer ein gewünschtes Implantat ist, desto kleiner ist der Straffungsbedarf, aber umso schneller leiert die Brust wieder aus.
  • Brustverkleinerung beschriebenen Verfahren zur Anwendung.

Wir blicken inzwischen auf mehrere Jahrzehnte Plastische Chirurgie zurück. Zunehmend haben wir den Eindruck, dass die Bruststraffung derjenige Eingriff unter den Brustoperationen mit dem höchsten Enttäuschungspotential ist. Diese Beobachtung gilt in gleichem Masse auch für Patientinnen anderer Operateure, die sich hier für eine zweite Meinung vorstellen. Meist ist der Eingriff gut oder sehr gut durchgeführt und die Patientin dennoch enttäuscht. Wenn wir dann als unbeteiligte Fremdbeurteiler die Patientin darin bestärken, dass das Ergebnis sehr gut ist, kann Versöhnung mit der Brust stattfinden - warum aber sind Patientinnen nach Straffungseingriffen oft so verunsichert?

Wir glauben inzwischen, das trotz aller Aufklärung vor der Operation die typische Erwartungshaltung weit höher ist, als was die Plastische Chirurgie zu leisten vermag. Wir schliessen ausdrücklich alle Varianten und Techniken wie z.B. "innerer BH" etc. ein. Letztlich ist die Patientin mit erschlaffter Brust eine Negativselektion mit besonders schwachem Bindegewebe. Daran ändert keine Operation etwas. Das schwache Bindegewebe bleibt schwach. Hinzu kommt, dass eine Korrektur immer mit Narben verbunden ist. Die Narben reden sich Patientinnen vor OP oft schön. Drittens bleibt die Frage des Volumens, was oft auch - schwangerschaftsbedingt - geschwunden ist. Ein Volumenersatz mit Implantaten ist zwar möglich, addiert zu den beschriebenen Problemen die der Implantate noch hinzu. Eigenfett kann eine gute Alternative sein.

In der Summe gilt es, mit Ihnen vor einem Eingriff sehr sorgfältig Chancen und Risiken abzuwägen und eine realistische Erwartung zu haben. Gut geeignet sind z.B. stark erschlaffte Brüste mit wenig Gewicht, wenn auch als Ziel eine kleine, aber schöne Brust gewünscht wird. 

Patientinnen mit nur leichter Erschlaffung und Volumenverlust aber an sich schöner Brustform raten wir inzwischen von Straffungsoperationen ab. Manchmal kann in diesen Fällen ein schöner Effekt durch Eigenfett erzielt werden.

Gerne erläutern wir Ihnen in einem Gespräch ausführlich die verschiedenen Möglichkeiten der Bruststraffung. Wir freuen uns, Sie in der Forum Klinik in Köln begrüßen zu dürfen. 

  • Vorbereitung: kein Aspirin (Acetylsalicylsäure), keine Blutverdünnenden Mittel 14 Tage 
  • OP: in Narkose, ca 2 Std., ambulant oder stationär, meist nur eine Übernachtung erforderlich
  • Nachbehandlung: BH hier angepasst, Fäden nach 1 Woche, Kontrollen regelmäßig die ersten 4-6 Wochen
  • Gesellschaftsfähigkeit: kaum eingeschränkt
  • Arbeitsunfähigkeit: meist nach wenigen Tagen bis einer Woche
  • Sport und Sauna nach 4 Wochen vorsichtig beginnen, bei Implantaten auf Joggen und Ähnliches 6 Wochen verzichten

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