Lidkorrektur
Oberlider: Eine der häufigsten Operationen im Gesicht ist die Lidkorrektur: Hängende Oberlider, abgesunkene Brauen und sogenannte "Tränensäcke" lassen müde wirken. Vor einer Oberlidkorrektur muss analysiert werden, ob zusätzlich die Brauen abgesunken sind. Falls ja, kann eine Oberlidstraffung mit einer Brauenanhebung kombiniert werden. Bei der Lidstraffung der Oberlider wird überschüssige Haut und überschüssiges Fett im inneren Augenwinkel entfernt. Die Narbe ist meist nach kurzer Zeit nicht mehr erkennbar. Der relativ kleine Eingriff kann gut in örtlicher Betäubung erfolgen. Wenn andere Maßnahmen zusätzlich erforderlich sind, ist ein Dämmerschlaf oder eine Narkose empfehlenswert. Bei guter Vorbereitung und konsequentem Verzicht auf Aspirin® 14 Tage vor dem Eingriff sind die Blutergüsse nach der Operation meist nur wenig ausgeprägt. Dennoch sollten Sie eine Woche einplanen, in der Sie weniger gesellschaftliche Aktivitäten vorsehen bzw. die Verfärbungen überschminken. Die sehr dünnen Fäden, der mit der Lupe genähten Naht, werden schon nach drei bis fünf Tagen entfernt.
Unterlider: Hier muss differenziert werden: Patienten mit straffer Haut und elastischem Lid, aber ausgeprägten sogenannten "Tränensäcken" können ohne äußeren Schnitt behandelt werden. Die Entfernung des überschüssigen Fettgewebes erfolgt dann durch den Bindehautsack des Auges, also von innen. Bei stärkerem Hautüberschuss muss zusätzlich zur Fettentfernung eine Unterlidkorrektur erfolgen. Ist auch das Lid erschlafft, muss ein Verfahren zur Lidstraffung angewandt werden. Operationstechnisch unterscheidet man die Entfernung überschüssigen Fettgewebes (der äußerlich sichtbaren "Beulen"), die Straffung des Lidhalteapparates und die Straffung der Haut. Bei ganz jungen Patienten genügt für ein optimales Ergebnis meist die Entfernung des Fettgewebes, vorzugsweise ohne äußeren Schnitt. In späteren Jahren muss zusätzlich die Haut gestrafft werden. Diese Unterscheidungen können gut im Vorfeld anlässlich einer Untersuchung getroffen werden.
Eine ganz neue Entwicklung ist die Nutzung des früher verworfenen Fettgewebes zur Auffüllung der sogenannten Tränenrinne, einer im reifenden Gesicht entstehenden Einsenkung unterhalb des inneren Augenwinkels.
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