Eigenfettbehandlung/ Faltenbehandlung mit Eigenfett

Die Eigenfettbehandlung ist eine kleine Operation und erfordert eine Narkose, zumindest jedoch einen vom Anästhesisten überwachten Dämmerschlaf. Eigenfett ist in unserer Einschätzung die einzige risikoarm einspritzbare Substanz, die wirklich dauerhaft bleibt. Eigenfett kann nicht in, sondern nur unter die Haut gespritzt werden. Der dauerhaft verbleibende Anteil ist jedoch nicht exakt vorhersehbar und liegt bei etwa 50%. Daher sind manchmal nach einer gewissen Zeit Feinkorrekturen erforderlich. Diese in Frankreich sehr populäre Behandlungsmethode wird in Deutschland auch von Kollegen unseres Faches oft unterschätzt. Wir halten sie jedoch für sehr sinnvoll und zukunftsweisend. Präparate zur Faltenunterspritzung und Eigenfett konkurrieren nur bei einigen Anwendungen miteinander, insbesondere bei Volumenersatz in der Tiefe. Allgemein kann gesagt werden: Je größer und tiefer das unter der Haut benötigte Volumen, desto sinnvoller ist eigenes Fett. Je oberflächlicher an der Haut der Volumenbedarf ist, desto eher benötigt man einen in die Haut einspritzbaren Füllstoff, wie z.B. Hyaluronsäure. Zur Behandlung oberflächlicher Falten ist Eigenfett ungeeignet.

Eine Eigenfettbehandlung, zusammen mit Fettabsaugung im Gesichtsbereich, ersetzt nicht selten eine risikoreichere straffende Gesichtsoperation: Immer dann, wenn die altersbedingten Fettverteilungsänderungen im Vordergrund stehen, kann eine Korrektur der Fettpartien des Gesichts segensreich sein. Dies ist vor allem  bei Verlust der Bäckchen im Mittelgesicht, ausgeprägten Tränenrinnen unter den Augen und vermehrter Fettneubildung der "Hängebäckchen" und im Halsbereich der Fall. Eine Eigenfettbehandlung eignet sich aber auch zur Korrektur von Dellen nach Fettabsaugung oder bei der Schamlippenkorrektur.

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